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Häufige Fragen
Vorstellung
Saat oder Blatt: eine Pflanze, zwei Gewürze
Das ist die teuerste Verwechslung im Regal. Koriander bezeichnet zwei Erzeugnisse, die von derselben Pflanze stammen und fast kein Aroma teilen. Die Saat, getrocknet, entwickelt warme, leicht zitrusartige und holzige Noten; sie hält langem Garen stand und gehört zu Schmorgerichten. Das Blatt, ebenfalls getrocknet, behält ein grünes, frisches Profil; es kommt am Ende des Garens oder beim Anrichten dazu und verschwindet, wenn man es mitkochen lässt.
Praktisch heißt das: ein Betrieb mit Currys, Tajines und Marinaden braucht die Saat, während eine lateinamerikanische oder asiatische Küche, die ihre Gerichte mit Koriander abschließt, das Blatt braucht. Viele Häuser brauchen beides und stellen es oft nebeneinander — genau das sollte man nicht tun, denn die beiden Beutel sehen sich ähnlich, und der Griff daneben wird im Service mit einem verdorbenen Gericht bezahlt.
Kleine oder große Saat: was die Sortierung ändert
Die ganze Saat gibt es in zwei Sortierungen, und das ist keine kosmetische Nuance. Die kleine Saat ist dichter, im Gewicht stärker aromakonzentriert und mahlt feiner; sie passt in Mischungen, in denen der Koriander präsent sein soll, ohne zu dominieren. Die große Saat röstet trocken besser, bricht im Mörser oder unter dem Rollholz sauber und ergibt ein rustikaleres Bild, sichtbarer in einer Kruste oder einer trockenen Marinade.
Der Großhändler führt beide, weil beide ihr Publikum haben. Ein Fleischer, der eine Lake ansetzt, entscheidet anders als ein Konditor, der einen Gewürzkuchen würzt. Auch die Mahlanlage spielt mit: wer selbst mahlt, greift zur großen Saat, wer nach Gewicht abpackt, zur kleinen.
| Form | Verfügbare Gebinde | Hauptverwendung |
|---|---|---|
| Koriander ganz, kleine Saat | 10x100 g | Mischungen, feines Mahlen, genaue Dosierung |
| Koriander ganz, große Saat | 1 kg, 10x100 g | trockenes Rösten, Brechen, Marinaden |
| Koriander gemahlen | 1 kg, 15x100 g | Currys, Schmorgerichte, sofortige Wirkung |
| Korianderblätter | 10x50 g | Finish, lateinamerikanische und asiatische Gerichte |
Das Rösten, der Handgriff, der alles ändert
Das ist der erste Rat, den erfahrene Köche zu diesem Gewürz geben. Eine Koriandersaat, die dreißig Sekunden ohne Fett in der trockenen Pfanne war, gibt ein Aroma frei, das mit derselben unbehandelten Saat nicht zu vergleichen ist. Die Hitze weckt die ätherischen Öle, die das Trocknen schlafen gelegt hatte.
Der Handgriff kostet wenig Zeit und rechtfertigt für sich allein, Saat statt Pulver einzukaufen. Der gemahlene Koriander lässt sich nicht rösten: er verbrennt, bevor er spricht. Das ist der bewusste Kompromiss dieses Gebindes — Tempo gegen Intensität.
Wo Koriander arbeitet
Die häufigsten Verwendungen bei unseren gewerblichen Kunden:
- Küchen des Maghreb und des Nahen Ostens — gemahlene Saat in Tajines, Merguez, Hackbällchen.
- Indische Küche — geröstete und dann gemahlene Saat, Grundlage vieler Masalas.
- Fleischerei und Laken — gebrochene große Saat, die in langer Flüssigkeit standhält.
- Bäckerei — die Saat in Spezialbroten und Crackern.
- Finish — das getrocknete Blatt, abseits der Hitze zugegeben.
Zwei Marken teilen sich das Regal: Espig, vom Beutel mit 1 kg bis zum Karton für den Weiterverkauf, und Epika in Kartons mit 10x50 g, 10x100 g und 15x100 g. Die Wahl fällt über das Ziel — die Produktion verbraucht Kilos, das Regal verkauft Stücke.
Wir empfehlen, Saat und Pulver zu führen, sie aber weit voneinander entfernt zu lagern. Koriander ist das Gewürz, bei dem im Service die meisten Griffe danebengehen.— Das Palimex Team
Lagerung und normativer Rahmen
Die ganze Saat gehört zu den stabilsten Gewürzen des Regals: ihre Schale schützt die ätherischen Öle, und sie übersteht mehrere Monate Trockenlager ohne Schaden. Der gemahlene Koriander verliert sein Aroma deutlich schneller, und das getrocknete Blatt ist das empfindlichste der drei — es bleicht im Licht aus und verliert binnen Wochen seinen Biss, wenn der Karton offen bleibt.
Gewürze sind Gegenstand internationaler Normen zu Zusammensetzung und Qualität, die im Rahmen des Codex Alimentarius von FAO und WHO beraten werden — eine nützliche Referenz für Einkäufer, die ein Lastenheft schreiben oder Angebote unterschiedlicher Herkünfte vergleichen.
Die benachbarten Gewürze
- Kreuzkümmel — der historische Partner des Korianders
- Gewürzkräuter — wo auch das Blatt zu Hause ist
- Curry — wenn der Koriander bereits gemischt ankommt
- Fenchel — die andere Saat zum Rösten










